play your role and shut your mouth

Die heilige Stätte für Begriffserklärung, Anlaufpunkt für Wissenslücken heißt - Wikipedia. Die Plattform selber mit - “freien Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit” - ist ja auch stellenweise sehr hilfreich (und das nicht nur für SEO’s). Nun läufts bei Wiki aber inzwischen nicht mehr so “open” wie noch vor einiger Zeit. Eine Gruppierung aus freiwilligen und (teilweise geistig) freien Mitarbeitern sorgt sich um Inhalte, Verlinkungen und diskutiert Artikel oder Abschnitte.
Letzteres habe ich vor ein paar Wochen selber miterleben dürfen. Es fing wohl alles mit einer Linkänderung an - ja, damit erweckt man schonmal Aufsehen. Aufgrund dieser Änderung wurde der Mensch um den es ging oder vielmehr der Artikel genauer unter die Lupe genommen. Ohne große Worte wurde dann auch direkt der Löschantrag gestellt. Nunja, das ist wohl der “längere Hebel” - Aspekt. Wie dem auch sei, der Artikel war absolut berechtigt und hatte (objektiv) seine Berechtigung. Ich tat nun also mit gutem Gewissen, was jeder getan hätte - ich antwortete und fragte nach dem Grund für den Löschantrag und legte gleich noch ein paar Argumente dagegen dazu. Es gab wohl mal einen Bericht über einen Kanadier, der den ganzen Tag mit Wiki zubringt - den gibts auch in Deutschland und sicherlich in mehrfacher Ausführung, denn die Antwort war nach unglaublichen 10 Minuten bereits da. Kurz und knackig wurde ich auf Regeln für Beiträge hingewiesen. Ich führte mir diese dann auch ein paar Stunden später zu Gemüte - konnte aber keinen Verstoß meinerseits feststellen, was ich dann auch gleich als Antwort der Diskussion zuführte.
Bis hierher liest sich das alles noch recht entspannt und auch sehr objektiv. Jetzt wurde es allerdings zusehens subjektiv und die hauseigenen Regeln entwickelten sich sichtlich zu einer Farce. Die Richtigkeit von Wiki Artikeln wird nicht etwa von fachkompetenten Leuten vollzogen, so wie man bei einer Erkranung den Arzt aufsucht und keinen Lektor, nein - Wikimitarbeiter bedienen sich einfach der Suchmaschinen.
Es half alles nix ~14.500 Treffer reich(t)en für einen Wikiartikel nicht aus und er wurde gelöscht.
Diese Tatsache mal außer Acht gelassen, wieviele Mitarbeiter muss man wohl korrumpieren oder anheuern um gezielte Falschmeldungen im Online Lexika zu platzieren, denn das wird mit Erfolg von wirtschaftlichen und/oder politischen Größen betrieben.

zwischenbilanz am 20. Mai 2008 in Netzeindrücke, Ein- & Ausdrücke

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