“Geh mit Ajax drüber!”
Es geht um Sauberkeit aber nicht um Haushaltsreiniger, vielmehr geht es um Asynchron-Javascript-And-Xml (Ajax). Zum Umgang mit der Wiederentdeckung sollten der Form halber Prototype und jQuery zumindest erwähnt werden. Die Möglichkeiten, die sich durch die Asynchronen Abfragen (auch gern als WEB 2.0 Technik deklariert) eröffnen sind zugegebenermaßen schick und bieten eine gewisse oder gar weitreichende Interaktivität. Allerdings kann die Integration und Nutzung der Asynchronen Abfragen wohl einige unschöne Nebeneffekte mit sich bringen.
In dem Fall eines Bekannten, der seine Seite mit Hilfe der mootools umsetzte, gaben die Suchmaschinen erwartungsgemäß lediglich die Index Seite wieder. Nun ist eine Suchmaschine nicht für jede Webpräsenz oder Teile dieser wirklich relevant, mitunter sogar das Gegenteil erwünscht. Was Javascript / Ajax und den Eingriff in die Dokumentenstruktur (DOM) gerade im Bezug auf Teile des Contents zu einer sinnvollen Alternative zur .htaccess / robots.txt macht.
Im erwähnten Fall des Bekannten sollten aber die Seiten indexiert / gefunden werden und der enstandene Fehler behoben. Und hier ist auch schon der Aspekt der sauberen Umsetzung. Javascript und somit auch Ajax sind niemals als Standard anzusehen. Es ist ein Leichtes den JS-Interpreter des Browsers zu deaktivieren und Seiten, die dem gleichen Schema folgen nutzlos zu machen. Daher sollten Webseiten prinzipiell nicht von einem aktiviertem Interpreter ausgehen (gleiches gilt zum Beispiel auch für ‘Cookies’). Insofern das gesamte Projekt sehr Ajax-lastig ist - bleibt immernoch ein Hinweis im <noscript> Bereich. Andernfalls ersetzt man im Idealfall die bestehenden, serverseitig ausgelieferten Inhalte durch die ‘WEB 2.0′ Features.
Im angesprochenen Fall wurden die Seiteninhalte serverseitig ausgeliefert und Inhalte und Links wie im Lösungsansatz beschrieben bei aktiviertem JS durch den Eingriff in das Document Object Model ersetzt.
zwischenbilanz am 10. April 2008 in Netzpraktiken