PHP oder Perl

Nunja, etwaige Versuche die Unterschiede oder Vorzüge der hier angesprochen Sprachen darzulegen gibt es im Netz bereits. Mir ist es prinzipiell egal welche ich benutze da die Anwendungsgebiete - man möge mir diese süffisante Aussage nachsehen - sich unterscheiden. Beide Probanden sind eigentlich nichts weiter als Interpreter, was bei größeren Scripten Auswirkungen auf die Reaktions- / Interpretationszeit zeigen kann.

PHP ist eine sehr einfache Sprache und meiner Ansicht nach, nichtmal eine Programmiersprache. Der Begriff Scriptsprache trifft es auch vom Syntax weitaus besser, da ich Javascript genauso wenig zur Programmiersprache erheben würde. Wie auch immer, PHP ist recht schick, schlicht und bietet mit seinen Funktionen und der lockeren Art mit Variablen umzugehen eine gute Basis für Interaktionen im Web. Störend am ‘Hypertext PreProcessor’ ist dann allerdings das Aufblähen der Scripte im Speicher, die doch recht langsame Arbeitsweise und die fehlenden Standards. So vergeht eigentlich kaum eine Woche in der nicht ein Script zu fixen, anzupassen oder zu optimieren ist. Die doch sehr professionell anmutende Aussage:”Auf meinem Server läufts” hilft zwar keinem Kunden weiter, wird aber dennoch gern genutzt.
In der Standardumgebung bietet PHP aber eine gute Basis für die Arbeit mit Datenbanken, Scalaren und Hashes.

Perl kommt erstmal mit ca. 3.500 Modulen daher und bietet dank CPAN eine schiere Unmenge an Erweiterungen/ Funktionen. Der Syntax unterscheidet sich sichtlich von seinem Gegenüber PHP und bringt damit aber gleichermaßen eine gewisse Ordnung und Sauberkeit mit. Desweiteren ist Perl in der Ausführung um einiges schneller als PHP und bietet mehr Funktionen, welche man bei PHP vermisst oder nur über Umwege erreicht. Gerade im Bereich Netzwerk, Bioinformatik, String und Dateiverarbeitung hat Perl defakto die Nase vorn. Anders als bei PHP, bei dem das Script in den HTML Code integriert wird - wird bei Perl der HTML Code in die Sprache integriert (abgesehen von optionalen Apache MODs). Ich persönlich nutze Perl daher eher (und gern) für reine Serveranwendungen sprich Prozesse. Die klaren Definition von Scalaren, Arrays und Hashes sind mit Sicherheit nicht schreibfaulfreundlich aber gerade beim Blick auf die Ressourcen ein ‘must have’. Und ja, man kann auch auf Datenbanken zurückgreifen zum Beispiel unter zu Hilfenahme der DBI API.

Für welche der beiden Sprachen man sich nun entscheidet oder es bereits getan hat - sei jedem selber überlassen. Meiner Ansicht nach arbeiten beide Sprachen im selben Haus, nur in unterschiedlichen Abteilungen.

zwischenbilanz am 16. März 2008 in Netzeindrücke

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